Geschichte

Die Geschichte der Schnabuwetzer Zunft Selzach

Wir schreiben das Jahr 1982. Ganz Selzach schläft. Ganz Selzach ? Nein, die Brüder David und Remo Schwägli planen die Revolution. Das schlafende Selzach sollte während der Fasnacht 1982 mit Trommelschlägen in Mark und Bein erschüttert werden. Nie wieder sollte es während der fünften Jahreszeit in unserem Dorf so sein wie vor dem besagten Jahre 1982. Fortan sollten die Selzacher pünktlich zum Fasnachtsbeginn aus ihrem Schlaf gerissen und mit schrägen-schönen Tönen unterhalten werden.

Da dieses Unterfangen zu zweit kaum machbar gewesen wäre wurde rasch Verstärkung organisiert. Remo und David Schwägli, Richard und Joseph Stephani, Max Heimgartner und Rainer Gisiger nahmen in der Folge den Kampf gegen Griesgrämigkeit und Langeweile auf. Sollte unseren Helden das Glück hold sein ?

Am schmutzigen Donnerstag 1982 war es so weit. Unsere Helden zogen aus um die erste Dorfbeiz zu erobern. Sie traten ein und begannen mit ihren Instrumenten die überraschten Gäste zu unterhalten. Die überrumpelten Wirtsleute versuchten sich zu verteidigen. Der einzige Weg um wieder die Macht über die Gaststube zu erlangen, führte über den Weisswein. Auch heute noch können lärmende Guggenmusiker nur mit einem guten Tropfen besänftigt werden

Zu einer guten Truppe gehört auch der passende Namen: Fass-Klopfer ! Offiziell ist dieser Namen auf das Selzacher Dorfwappen zurückzuführen. Ist auf diesem doch ein Salzfass ersichtlich.

Nachdem die erste Schlacht geschlagen war. Zogen sich unsere siegreichen Helden zurück um bereits den Feldzug „Fasnacht 1983“ zu planen. Die Fasschlopfer zogen auch 1983 in die Schlacht um Rum und Wein.

Ein Jahr später erfolgte die offizielle Gründung einer Selzacher Guggenmusig. Zu diesem Zweck wurde ein neuer Name gesucht. Da sich unsere Truppen ausserhalb der Fasnacht für die anstrengende Zeit der 5. Jahreszeit erholen mussten, konnten sie nicht für die Unterhaltung der Selzacher sorgen. Dies übernahmen während dieser Zeit die Störche von Altreu mit ihrem Klappern. Ein Zusammenschluss mit den fliegenden Truppen lag deshalb auf der Hand und der Name „Schnabuwetzer Zunft Selzach“ war geboren.

Die Jahre verstrichen und die Schnabuwetzer entwickelten sich weiter. Erinnern wir uns an „Forrest Gump“: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weis nie was man bekommt.“

So ergeht es auch einer Zunft. Die Anzahl Aktiv-Mitglieder schwankt im Normalfall zwischen 20 – 35. Unsere Feldherren sind zum Schluss gekommen, dass nicht die Anzahl Mitglieder entscheidend ist, sondern die Stimmung innerhalb der Truppe. Damit diese steht’s gut ist, werden verschiedene Sommeraktivitäten organisiert. Darunter fallen beispielsweise:

– Riverrafting
– Gleitschirmfliegen
– Canyoning
– Weindegustation
etc.

Und so ziehen Jahr für Jahr die Schnabuwetzer in den Kampf gegen Griesgrämigkeit und Langeweile. Wir hoffen, dass uns auch in Zukunft das Glück hold sein wird und wir noch zahlreiche Wirtsleute um ihren Weisswein bringen können……..

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